Milarepa

Milarepa – Meister des tibetischen Buddhismus

Einer der größten buddhistischen Meister der tantrisch orientierten Kagyü-Schule war zweifelsohne Milarepa. Der im tibetisch-indischen Grenzgebiet lebende Ausnahme-Lehrer musste im späten 11. Jahrhundert zunächst eine tiefst menschliche Lebensentwicklung mit allen dazugehörigen Verfehlungen durchlaufen, bevor er zum spirituellen buddhistischen Weg fand, geläutert wurde und zu einem der größten Tantra-Yogis seiner Zeit wurde.

Das Leben Milarepas im Film

Der tibetische Lama Neten Choklin verfilmte das Leben Jetsün Milarepas und gab damit sein Debüt als spiritueller Filmemacher. Erste Filmerfahrungen konnte Lama Choklin bereits bei Bernardo Bertolucci sammeln, als dieser sein Monumentalwerk „Der letzte Kaiser“ drehte. Damit öffnete der Lama dem Genre des Spirituellen Films das Tor zu einer breiteren Publikumsschicht. Der Film „Milarepa – Der Weg zum Glück“ gelangte mit beachtlichem Erfolg auch in die deutschen Kinos und bietet dem Zuschauer einen beeindruckenden Einblick in die faszinierende Welt des tibetischen Buddhismus.

Der tibetische Buddhismus – Mehr als nur Meditation im Stillen

Kaum eine buddhistische Linie übt mehr Faszination auf den westlichen Betrachter aus als der tibetische Buddhismus. Während beispielsweise im japanischen Zen-Buddhismus klare, puristische Linien und Formen überwiegen und sich der Geist nur auf das Notwendigste beschränkt, besticht der tibetische Buddhismus mit Farbenpracht, Magie, Zauber, und geheimnisvoller Exotik. Selbst die körperlich-erotische Linie kommt in der ganzheitlichen Menschbetrachtung des Tantra nicht zu kurz.

Spirituelle Filme sind immer gefragter

Der spirituelle Film ist eine erfrischende Alternative zu den herkömmlichen Filmen, welche die Filmfabriken zu bieten haben. Während Action-, Liebesfilme und Komödien immer dieselben Gefühle von Spannung, Romantik oder Spaß hervorrufen, führen spirituelle Filme zudem noch zu einem Überdenken der eigenen Situation. Sie inspirieren und lassen den Zuschauer für eine kurze Weile innehalten und den Alltag vergessen. Spirituelle Filme erfreuen sich zunehmender Beliebtheit, zumal nicht jeder spirituelle Film einen Einblick in die Kultur Asiens gewährt, sondern durchaus westlich geschaffen und ausgerichtet sein kann. Selbst Hollywoods Traumfabrik hat mit Mega-Star Julia Roberts in der Hauptrolle in „Eat Pray Love“ das Genre erfolgreich für sich entdeckt. Die meisten spirituellen Filme sind jedoch Dokumentarfilme über einen einflussreichen Karmapa, wie „The Lion’s roar“, oder über die Achtsamkeitslehre des vietnamesischen Zen-Meister Thich Nhat Hanh, wie in „Peace is every step“ oder Spielfilme mit Dokumentarcharakter über das Leben eines spirituellen Menschen.