Milarepa – The Movie

Der Film „Milarepa – Der Weg zum Glück“ führt den Zuschauer zurück ins Tibet des 11. Jahrhunderts. Ein junger Mann namens Thopaga verliert sein Erbe nach dem Tod seines Vaters, weil andere ihn darum betrogen haben. Daraufhin beschwört seine Mutter ihn, fürchterliche Rache zu nehmen an den Betrügern. Sie schickt ihren Sohn fort, um sich bei großen Meistern der Zauberkunst in schwarzer Magie unterrichten zu lassen. Mit übernatürlichen Kräften ausgestattet, kehrt Thopaga zurück und rächt sich an den Betrügern. Dabei begeht er großes Blutvergießen und schreckt vor Mord nicht zurück. Keiner derer, die ihn um sein Erbe betrogen haben, überlebt seinen Rachefeldzug. Allerdings meldet sich Thopagas schlechtes Gewissen zu Wort und er sucht Wege zur eigenen Erleuchtung. Dabei trifft er auf einen buddhistischen Mönch, der seine spirituelle Ausbildung übernimmt. Soweit der Film.

Die Läuterung des echten Milarepas

Nach dem großen Blutvergießen regt sich das Gewissen Milarepas und der junge Mann zieht fort, um sich zu läutern und geistig zu vervollkommnen. Er trifft auf den berühmten Meister Marpa, den Übersetzer der Mahamudra-Schriften. Nach langen, ausführlichen Prüfungen nimmt Marpa Thopaga als Schüler an und weiht ihn in die geheimen Lehren des tibetischen Buddhismus ein. Aus Thopaga wird Milarepa. Harte Arbeit, tantrische Praxis und völlige Abgeschiedenheit machten aus Milarepa einen vollkommen anderen Menschen.

Milarepa und das Große Siegel der Erleuchtung

Milarepa stellte seine gesamte Lebensweise vollkommen darauf ein, das Mahamudra, das Große Siegel nach den Schriften seines Lehrers Marpa, in die Praxis umzusetzen. Seinen eigenen Lebensweg hin zur Vollkommenheit hielt er in eigenen Schriften für die Nachwelt fest. Man sagt ihm nach, er habe die vollkommene Erleuchtung, die wahre Buddhaschaft, zum Ende seines Lebens erlangt.

Inszenierung von Landschaft und Authentizität

Lama Neten Choklin gelang mit seinem Film über den jungen Milarepa ein Meisterwerk der landschaftlichen Inszenierung. Unglaubliche Aufnahmen aus Tibet verschaffen dem Zuschauer einen Einblick in diese faszinierende Hochgebirgsregion im Himalaya. Der Film wirkt sehr authentisch, da mit bis auf ganz wenige Ausnahmen ausschließlich Laiendarsteller mitwirken. „Milarepa – Der Weg zum Glück“ gehört zu den ganz großen spirituellen Filmen, die eine große Wirkung auf den Zuschauer haben, weil sie hier den spirituellen Weg eines ganz gewöhnlichen Menschen nachvollziehen können.